Titel: Tango infernale
Autor: Silentthunder
Inhalt: Angel ringt Spike ein Versprechen ab, was dieser nur ungern einlöst.
Altersfreigabe: keine
Teile: 1
Beta: Indiansummer
Storypic: Anja25ive
Hauptcharakter(e): Angel/Spike
 

 

                                                                                   Tango infernale  

 

„Wie konnte ich mich nur auf so einen verdammten Mist einlassen?" Spike stand auf einer großen ausladenden Balustrade und schaute auf das Gewimmel von schwitzenden, abgekämpft aussehenden Menschen. Gelenke knackten laut und stattliche Männer schrieen vor Schmerz auf, wenn sie mit vor Schreck entstellten Gesichtern über den blankpolierten Fußboden schlitterten.

Das merkwürdigste an der ganzen Sache war, sie taten es alle freiwillig. Niemand hatte sie dazu gezwungen. Einfach unglaublich!

Spike überlegte, warum er sich in drei Teufels Namen auf so was Dummes eingelassen hatte?

Die letzte Nacht fiel ihm wieder ein und ein anzügliches Grinsen legte sich auf sein markantes, scharf geschnittenes Gesicht.

Angel hatte viel Mühe gehabt ihn zu überreden und Spike hatte das Spiel wirklich sehr genossen.

Ja, ich habe es ihm wahrhaftig nicht leicht gemacht’, lachte er in sich hinein und versuchte, sich den vergangenen Spaß wieder ins Gedächtnis zu rufen. Im Grunde konnte er Angels Wünsche sowieso nie ausschlagen, aber das brauchte der Vampir ja nicht unbedingt zu wissen.

Spike sah wieder hinunter, auf die sich quälenden Menschen. Er wollte nicht hier sein. ‚Gott, verdammt’, dachte er. ‚Ich bin ein echtes Weichei geworden. Früher, bevor ich mir meine Seele zurückgeholt habe, hätte ich wahrscheinlich nur laut gelacht und mit Freuden ein großes Blutbad angerichtet.'

Ein Arm legte sich zärtlich von hinten um seinen Bauch. Ein Schaudern durchlief ihn und er brauchte keine vampirischen Fähigkeiten um zu wissen, wer diese Gefühle in ihm auslöste.

„Bist du bereit dich ins Getümmel zu stürzen?", flüsterte Angel nah an seinem Ohr.

„Gott verdammt! Gibt es nicht irgendetwas anderes, was wir machen könnten? Hast du dir diese Idioten da unten angesehen?", fragte Spike übellaunig und deutete auf die Menschenmenge unter ihm.

„Du hast es mir versprochen!", erwiderte Angel beleidigt und verzog sein Gesicht zu einer Grimasse. „Ich kann mich noch gut an deine Zusage erinnern."

„Verdammt! Ich bin ein Vampir! Ich bin böse! …Ich! Will! Das! Nicht!", schimpfte Spike aufgebracht und fuchtelte wild mit den Armen um seine Aussage zu bekräftigen. „Gott verdammt, Angel! Schau mal da hinunter. Welcher anständige Vampir belegt schon einen Tangokurs? Und das auch noch mit einem riesigen Haufen Schwuler! Hätten wir nicht einfach in einen beschissenen Nachtclub gehen können, wenn du unbedingt mal schwofen willst?"

„Ich weiß, dir macht es nichts aus ewig angestarrt zu werden", erwiderte Angel aufgebracht. „Ich möchte nur ein einziges Mal nicht auffallen!"

„Aber warum gerade Tango, verflucht noch mal! Schau dir mal den bekloppten Tanzlehrer an. Wenn ich sehe, wie er die ganze Zeit mit seinem Taschentuch durch die Luft wirbelt, wird mir ganz übel."

„Ich wollte einmal was anderes machen, als ewig Dämonen zu jagen und ihnen dann den Kopf ab zu reißen", erwiderte Angel leise.

„Mir fallen auf einen Schlag Hunderte von Sachen ein, die nichts mit Dämonen zu tun haben", lächelte Spike und blickte seinem Geliebten frech in die braunen Augen.

Angel holte unnötiger Weise tief Luft, griff genervt nach Spikes Hand und zog ihn knurrend die große Freitreppe hinunter. Sein Griff lockerte sich erst wieder kurz vor der lang gezogenen Theke und beide sahen einen schrecklich auffällig, aufgemachten Mann auf sie zuschlendern.

„Oh, ein neues Pärchen heute Abend! Schön, dass Sie den Weg zu uns gefunden haben! Ich bin Ihr Tanzlehrer, Maurice", lächelte der in einem widerlich hellgrünen Anzug gekleidete Mann und konnte den Blick scheinbar kaum wieder von dem jüngeren Vampir abwenden. Maurice flirtete wild mit ihm, fuhr sich mit der Zunge über die Lippen und lächelte ihn lüstern an. Spike ließ es sich nicht nehmen und bedachte den Tanzlehrer mit einem gekonnten Augenaufschlag und grinste Angel danach ungeniert an.

Der ältere Vampir wurde langsam wirklich böse. ‚Was für ein ekelhafter kleiner Schleimer dieser Maurice doch ist’, dachte er angewidert. Er sah zu Spike und bemerkte, dass dieser sich wohl auf die Zunge biss, um nicht laut los zu prusten.

„Wir werden erst einmal etwas trinken", unterbrach er die beiden rüde bei ihrem Spiel und schob Spike an die Cocktailbar. „Egal wo du hinkommst, du fällst immer auf", motzte Angel und bestellte beim Barkeeper zwei Whiskey. „Musstest du unbedingt mit ihm flirten?"

„Ich bin nun mal einfach unwiderstehlich", meinte er. "Schau mir in die Augen, Kleiner!", lachte Spike und zog abwechselnd eine Augenbraue in die Höhe.

„Wer ist hier klein? Ich ja wohl nicht!!!", nörgelte Angel vor sich hin und goss sich das scharfe Getränk in den Mund.

„Verdammt, jetzt benimm dich mal nicht wieder wie ein eingetrockneter Haufen Mist. Wenn wir schon mal hier sind, wollen wir auch Spaß haben!", grinste Spike ihn herausfordernd an.

„Ein eingetrockneter Haufen Mist?", fauchte Angel wütend und seine Augen blitzen furchterregend gelb auf. „Kannst du dich nicht einmal normal benehmen?"

‚Du willst, dass ich mich normal benehme?’, fluchte Spike in Gedanken. ‚Okay ich benehme mich normal. Wir sind unter Schwulen, na denn mal los!’ „Guck mal Süßer, willst du nicht auch so ein hübsches buntes Schirmchen in deinem Whiskey haben", fragte Spike scheinbar mit bester Laune. „Die wissen wirklich, was schön ist. Schau doch mal… alles in pink!"

„Was hast du denn für Drogen genommen?", zischte Angel böse, nachdem der Kellner zwei neue Gläser vor sie abgestellt hatte. „Das kann doch nicht dein Ernst sein!"

„Huhu, Herr Barkeeper! Gibt es hier vielleicht irgendwo diese hübschen Plüschhandschellen zu kaufen?", rief der Blonde über die gesamte Länge der Theke und wedelte aufgeregt mit den Armen.

„Du willst mich also tatsächlich wirklich böse machen?", fragte Angel wütend, knurrte böse auf und hatte große Mühe, den Dämon in sich zu unterdrücken.

„Du wolltest, dass ich mich angemessen benehme. Wir sind in einem Schwulenclub, verdammt! Du gönnst einem nicht den kleinsten Spaß!", flüsterte Spike und verdrehte genervt die Augen.

„Spaß haben nennst du das?", fauchte Angel sauer und rutschte unbehaglich auf seinem Hocker hin und her.

„Sei froh, dass ich mich nicht ausziehe! Allerdings wäre das mal eine gute Idee. Hier wäre bestimmt Party angesagt, wenn ich einen Strip hinlege!"

Der ältere Vampir knurrte und seine Augen leuchteten für kurze Zeit gelb auf. „Ich warne dich…", fauchte er gereizt und aus seinen braunen Augen schossen Blitze.

„Was ist denn? Sonst hast du auch nichts dagegen, mich nackt zu sehen! Auf jeden Fall wäre es mal was Neues, vor so vielen Zuschauern!" Spike legte seinen Kopf auf die Seite und grinste seinen Geliebten aufreizend an.

Angel lief ein Schauer über den Rücken, er schüttelte sich leicht und blickte Spike finster an. „Wir gehen tanzen! Jetzt! Sofort!", bellte er und zog den Blonden unsanft vom Hocker.

„Aber nur, wenn wir ganz dicht an den schnuckeligen Tanzlehrer herangehen", lächelte Spike verführerisch und wackelte abwechselnd mit den Augenbrauen.

Ein weiterer giftig böser Blick, gefolgt von einem kurzen Knurren, brachte ihn zum Schweigen. Wieder einmal griff Angel seine Hand und zog ihn in die Mitte der Tanzfläche.

Die Musik verklang und der Tanzlehrer wedelte mit seinem Taschentuch um Aufmerksamkeit zu erregen. „So, meine Lieben! Dann wollen wir beginnen!"

Maurice erklärte die Grundschritte des Tangos und griff sich einen der neben ihm stehenden Männer, um es kurz zu verdeutlichen. „Der Führende hat die meiste Arbeit", erklärte er dann lächelnd. „ Er muss sich die ganze Zeit eine neue Choreografie ausdenken und sie mit seinem Tanzpartner umsetzten. Dazu gehören natürlich noch Anmut und Grazie! Auf… auf meine Herzchen!"

„Du führst!", lachte Spike dem älteren Vampir frech ins Gesicht. „Ich werde die ganze Zeit krampfhaft meinen Kopf in eine Richtung halten."

„War ja klar, ich darf mal wieder die ganze Arbeit machen", sagte Angel brummig und schaute nervös auf die vorbei schreitenden Paare.

„Du spielst doch gerne den Boss!", erwiderte Spike und lächelte hämisch.

„Ich spiele nicht den Boss, ich bin der Boss!", zischte Angel böse und suchte nach einer geeigneten Stelle um loszulegen.

„Wie auch immer!", meinte Spike, nahm Angels rechten Arm und platzierte ihn gekonnt auf seiner Hüfte. Dann nahm er die linke Hand und hielt sie angestrengt hoch. „Na denn mal los! Zeig ihnen, das du ein wahrer Tanzbär bist!", grinste er hämisch.

Angel fluchte lautlos, dann konzentrierte er sich auf die anderen Paare und versuchte sie nachzuahmen. Es dauerte keine zehn Sekunden und die beiden Vampire lagen ineinander verknäult am Boden.

„Entschuldige", raunte der ältere Vampir leise. „Ich wusste nicht in welche Richtung ich tanzen sollte und habe mich für beide gleichzeitig entschieden."

Spike wischte sich den Staub von der schwarzen Jeans. ‚Wow', dachte er, 'das war ja tatsächlich ein Anflug von Humor. Nur ein ganz kleiner, aber immerhin’. „Vergiss es! Nächster Versuch!", sagte er stattdessen. Er stellte sich wieder in Position und blickte Angel aufmunternd an. ‚Gut, das mich hier kein Schwein kennt’, überlegte er entgeistert. ‚Ich müsste sonst tatsächlich jeden hier töten!’

Angel blickte hinüber zu Maurice, achtete auf dessen Bewegungen und Andeutungen der Körperhaltung. Er seufzte leise und begann erneut zu tanzen. Dieses Mal ging es fast eine Minute lang gut, bevor er und Spike wieder gemeinsam über den Boden kugelten.

„Nicht das ich diese Stellung nicht mag, …aber, Gott verdammt! Muss das unbedingt hier sein? Ich rolle hier über den beschissenen Parkettboden... habe ich wirklich nichts Besseres zu tun…? Verdammter Mist!", meckerte Spike lautlos vor sich hin, fluchte über die Putzfrauen und wischte sich die Flusen hastig von der Hose.

Mit verkrampften Gesichtern begannen sie erneut zu tanzen und schafften es zwei Mal durch den kompletten Ballsaal. Allerdings hatte es wohl wenig Ähnlichkeit mit Tango, denn Maurice rümpfte angewidert die Nase und sein Taschentuch hing einfach nur schlaff herab.

Angel hatte nicht vor, sich noch länger vor der versammelten Menschenmenge zu blamieren und fluchte gepresst auf. „Dämonen jagen macht doch bedeutend mehr Spaß! Wir hören jetzt mit diesem Mist auf! Lass uns an die Bar zurückgehen."

„Ein Whiskey wäre nicht schlecht!", erwiderte Spike mürrisch. ‚Was für eine bekloppte Idee hierher zu kommen’, setze er in Gedanken hinzu.

„Es war eine dämliche Idee! Ich hätte es vorher wissen müssen. Wie kommt dieser Idiot Lomex nur auf den Gedanken uns beim Tanzen zu schauen zu wollen?", meckerte Angel leise vor sich hin, nahm dem verblüfften Kellner die Flasche aus der Hand und goss sich das Glas voll.

„Wer zur Hölle ist Lomex?", fragte Spike überrascht. „Und warum zum Teufel schaut der uns beim Tanzen zu?"

Verdammt’, dachte Angel. ‚Jetzt bin ich 250 Jahre alt und hab immer noch nicht gelernt den Mund zu halten.’ „Lomex ist ein total Durchgeknallter Chaosdämon. Er liebt Tango und wollte uns erst einmal beim Tanzen zu schauen, bevor er mir etwas wirklich sehr wichtiges übergibt!", erklärte er unsicher, trank sein Glas bis auf den letzten Tropfen leer und knallte es dann auf die Theke.

„Ich mache mich für einen bescheuerten Chaosdämon zum Affen?", schrie Spike aufgebracht. „Bin ich dein Hampelmann, oder was?"

„Es war wichtig!", versuchte der ältere Vampir zu erklären und blickte dem Blonden bittend in die blauen Augen. „Jedenfalls für mich. Aber nach diesem Fiasko werde ich das Päckchen wohl nicht erhalten."

„Wieder so ein beklopptes Weltuntergangs Dingens oder was?", fragte Spike, ernstlich böse und funkelte sein Gegenüber giftig an. „Du hättest es mir jedenfalls vorher sagen können!"

„Es waren unveröffentlichte Studioaufnahmen der Sex Pistols", murmelte Angel leise und betrachte angestrengt die vorbei tanzenden Pärchen.

„Es waren was…? Studioaufnahmen…? Sex Pistols…? Was zur Hölle…" Spike war völlig sprachlos und starrte seinen Geliebten verblüfft an.

„Ich wollte sie dir eigentlich zu deinem Geburtstag schenken, aber jetzt werde ich sie sicher nie bekommen!", erklärte Angel traurig und zuckte entschuldigend mit den Schultern.

Okay! Der bescheuerte Dämon will einen Tango! Den wird er bekommen’, dachte Spike böse und blickte sich suchend um. Ein hämisches Grinsen legte sich auf sein Gesicht und er ging auf eine große Blumenvase zu, die nahe an der Treppe stand. Er grinste belustigt vor sich hin und löste dann vorsichtig eine rote Rose mit langem Stiel aus dem Blumengebinde. Zurück an der Bar drückte er sie einem verdatterten Vampir in die Hand und raunte:„ Ich führe!"

„Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?", fragte Angel ungläubig und blickte seinem Gegenüber fragend in die Augen.

„Das ist mein absoluter Ernst!", erklärte Spike mit ernstem Gesichtsausdruck. „Nimm schon die dämliche Rose zwischen die Zähne!"

„Jetzt bist du total übergeschnappt!", meinte Angel wütend und verschränkte abweisend die Arme vor der Brust.

„Ich will die Sex Pistols!"

„Ich mach das nicht!!"

„Dafür sind wir hier, und wir werden das jetzt durchziehen", fauchte Spike und zog heftig am Arm des anderen Vampirs.

„Nein!"

„Doch!"

„Nein!!!"

„Stell dich nicht an wie eine Memme!", schimpfte Spike. „Wir werden diesem bescheuerten Chaosdämon zeigen, was ein ordentlicher Tango ist! Außerdem würde ich für die Aufnahmen fast alles tun und wenn du dabei blöde aussiehst… Immerhin besser du als ich!"

„Dafür wirst du mir büßen!", zischte Angel mit zusammen gekniffen Augen böse. „Das kannst du nie wieder gutmachen! Nie wieder! Gott, dafür werde ich mich furchtbar rächen!"

„Kein Problem!", grinste Spike mit gekonntem Augenaufschlag, nahm dem älteren Vampir die Rose aus der Hand und quetschte sie zwischen dessen zusammen gepressten Lippen.

Der Blonde grinste noch einmal hämisch und führte den anderen Vampir dann quer über die Tanzfläche. Zwei Minuten später hatten sie einen gemeinsamen Rhythmus gefunden, beide warfen völlig gleichzeitig ihre Köpfe hin und her und schritten, von Spike mutig geführt, durch den kompletten Saal. Angels Gesichtsausdruck sprach Bände und seine Augen verengten sich zu schmalen Schlitzen und Spike wunderte sich, warum der ältere Vampir die Rose noch nicht durchgebissen und ausgespuckt hatte.

Das Parkett leerte sich langsam aber sicher und die anderen Pärchen beobachteten jeden ihrer Schritte und klatschten begeistert im Takt mit. Beflügelt vom Applaus wirbelte Spike Angel zum krönenden Abschluss so heftig, das dieser erst nach mehreren Drehungen am Rande der Treppe zum Stehen kam. Spike selbst sank auf ein Knie nieder und deutete mit ausgestrecktem Arm auf seinen grimmig aussehenden Geliebten.

Der ganze Saal klatsche und jubelte, Maurice hüpfte begeistert auf und ab und schwenkte sein Taschentuch wie eine Fahne aufgeregt hin und her. Überall hörte Spike laute *Bravo* Rufe, aber nach einem Blick in Angels Augen wusste er, dass er dafür teuer bezahlen musste.

Egal’, dachte Spike. ‚Was tut man nicht alles für die Sex Pistols?

Er nickte dem applaudierenden Publikum noch einmal, winkte allen zum Abschied übertrieben gut gelaunt zu und durchschritt den Saal langsam in Richtung der großen Freitreppe.

Angel war sichtlich wütend und knurrte seinem Gegenüber giftig entgegen. ‚Wer hat sich hier jetzt zum Affen gemacht?’, fragte er sich erbost und ballte die Hände zu Fäusten.

Vorsichtig und auf Sicherheitsabstand achtend folgte Spike dem älteren Vampir langsam die Treppe hinauf. ‚Wow, das war doch mal eine Show’, überlegte er und grinste still vor sich hin.

Oben auf der Balustrade stand ein lächelnder Chaosdämon. Als Spike und Angel in Sicht kamen, klatschte er langsam und laut in die Hände. „Das war der beste Tango, den ich seit langem gesehen habe!", sagte er leise lächelnd, öffnete seine schmierige Aktentasche und übereichte Angel ein, in Packpapier gewickeltes, Paket.

Angel nahm es mit einem kurzen Nicken entgegen. Sprechen konnte er nicht, denn dazu war er noch viel zu wütend. Er blickte dem Chaosdämon böse drohend in die Augen, damit dieser sich ja nicht wagen würde, auch nur ein weiteres Wort zu sagen und machte sich dann mit großen Schritten auf den Weg in die Garderobe.

„Gib es mir schon!", sagte Spike, der ihm gefolgt war, übermütig und streckte Angel auffordernd die Hand entgegen.

„Soweit ich mich erinnere hast du erst nächste Woche Geburtstag!", lachte Angel teuflisch und ein verkniffener Ausdruck legte sich auf sein böses Gesicht. „Du hast also genügend Zeit, um das wieder gut zu machen!", mit einer Hand zeigte er zurück in den Ballsaal.

Spike stand einen Moment völlig perplex da. ‚Oh! Dafür werde ich wohl wirklich sehr lange büßen müssen’, dachte er überrascht, während er Angel hinterher sah, der mit großen Schritten auf den Ausgang zuging. „Aber ich werde eine Menge Spaß dabei haben!!!", grinste er lüstern und ging seiner großen Liebe hinterher.

 

 

Ende