
Titel: Important things in life
Autor: Silentthunder
Inhalt: Spike rebelliert auf seine ganz besondere Art und Weise..
Altersfreigabe: keine
Teile: 1
Beta: Dana
Storypic: Indiansummer
Hauptcharakter(e): Spike
Important things in life
„Spike!", rief die Jägerin nachdem sie wie immer die Tür zu seiner Gruft aufgetreten hatte, anstatt sie einfach zu öffnen.
Der Vampir hatte es sich gerade mit einer Tasse aufgewärmten Blut vor dem Fernseher gemütlich gemacht und verdrehte jetzt genervt die Augen.
„Was zur Hölle willst du schon wieder", fragte er, ohne auch nur einen Blick auf Buffy zu werfen.
„Wir könnten deine Hilfe heute Abend gut gebrauchen", erklärte sie schlicht und baute sich vor ihm auf. „Die Fayon-Dämonen haben wieder zugeschlagen, aber dieses Mal konnten wir herausfinden, wo sie sich aufhalten."
„Und ich soll da jetzt mit dir hin und wieder alles kurz und klein schlagen?", fragte er gelangweilt und setzte die Tasse an die Lippen.
„So ähnlich hatte ich mir das gedacht", erwiderte die Jägerin und sah dem Vampir angewidert beim Trinken zu.
„Komm in einer Stunde noch mal wieder", meinte Spike und stellte die leere Tasse auf den Boden neben seinen Sessel.
„Wieso erst in einer Stunde? Es ist längst dunkel und…"
„Ich habe jetzt keine Zeit! Gleich kommt King of Queens", grinste Spike vergnügt. „Die neue Staffel fängt heute an."
„King of was…?", fragte Buffy verdattert.
"King of Queens. Mein Gott! Das ist Kult, das müsstest sogar du kennen!" Der Vampir schaltete den Fernseher ein und versuchte um die Jägerin rum zu sehen.
„Du willst jetzt fernsehen? Ich glaub das jetzt nicht! Wir sollen die Fayon entkommen lassen wegen irgendeiner blöden Serie?", fauchte Buffy ihn erbost an.
„Die ist nicht blöd!", knurrte Spike mit grimmigem Gesichtsausdruck. „Und außerdem bist du die Jägerin. Es ist dein verfluchter Job Dämonen zu töten, nicht meiner."
„Stimmt. Ich frage mich nur, warum du dann noch immer hier rum läufst?", schimpfte sie wütend und funkelte ihn böse an.
„Weil ich einen dämlichen Chip im Schädel habe und völlig harmlos bin", grinste Spike hinterhältig. Er lehnte sich vor und schob Buffy aus seinem Blickfeld. „In ungefähr einer Stunde bin ich in der Magic Box, dann sehen wir weiter."
„Spike, mal ehrlich. Ich…"
„Deine Vernunftkiste kannst du dir sparen", unterbrach der Vampir und blickte die Jägerin ernst an. „Erst King of Queens, dann Dämonen töten."
„Du hast sie echt nicht alle", schimpfte die Jägerin beleidigt und ging zur Tür.
„Wo sind die Fayon eigentlich?", rief Spike ihr hinterher.
„Im Hafenviertel, in einer kleinen Holzbaracke", erwiderte die Jägerin. „Warum?"
„Reine Neugierde. Mach die Tür hinter dir zu, es zieht sonst so", grinste er fies und drehte sich zurück zum Fernseher.
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„Wo ist denn Spike?" Giles hörte einen Moment mit dem Ordnen seiner Bücher auf und blickte Buffy fragend an.
„Der kommt später!", knurrte Buffy und warf die Tür der Magic Box scheppernd zu.
„Was soll das heißen? Was macht er denn?", der Wächter stapelte einige der uralten Wälzer übereinander, überlegte es sich dann anders und sortierte sie neu.
„Er will erst irgendeine bescheuerte Serie gucken", zuckte Buffy mit den Schultern. „Ich konnte ihn nicht überreden."
„Er will was…?" Willow fiel der Mörser, mit dem sie Zutaten für einen Schutzzauber zermalmte, knallend auf den Tisch.
„Oh man! Heute Abend kommt doch die neue Folge von King of Queens. Mist! Die wollte ich eigentlich auch sehen", brummte Xander missmutig und verschränkte die Arme vor der Brust.
„Er guckt Fernsehen?", fragte Giles nach einem kurzen verwirrten Blick auf Xander.
„Ja, er ist in ungefähr einer Stunde hier. Mehr konnte ich nicht tun." Buffy ließ sich genervt auf einen Stuhl fallen und nahm sich einen, der mit Marmelade gefüllten Donuts vom Tisch.
„Der hat es gut", maulte Xander scheinbar schwer enttäuscht.
„Warum grinst du so?", fragte die Jägerin überrascht ihre beste Freundin.
„Ich weiß nicht. Ich meine… Nun ja… Spike ist wirklich der merkwürdigste Vampir, den es je gab."
„Das ist nichts Neues. Aber warum grinst du deswegen?"
„Überleg doch mal. Kein Mensch würde glauben, dass wir auf einen Vampir mit einem Chip im Kopf warten, der erst seine Lieblingsserie im Fernsehen guckt", lächelte Willow und blickte gespannt von einem zum anderen.
Giles konnte sich ein leichtes Zucken seiner Mundwinkel nicht verkneifen. „Da gebe ich dir Recht. Spike ist wirklich der seltsamste Vampir, den es jemals gab."
„Seltsam ist nicht unbedingt der richtige Ausdruck dafür", meckerte Buffy trotzig und griff gelangweilt nach einem der Bücher, die der Wächter auf dem Tisch liegen lassen hatte.
„So hat Willow jedenfalls genügend Zeit den Schutzzauber vorzubereiten", beschwichtigte Giles seine Jägerin. „Den werden wir bestimmt dringend brauchen gegen die Fayons."
„Wie viele von diesen hässlichen und wirklich sehr großen Dämonen gibt es eigentlich?" Xander blickte fragend von Buffy zu Willow.
„So weit wir wissen sind es fünf", gab der Wächter Auskunft. „Sie haben einen extrem harten, ähm… Panzer. Die Dämonen werden nicht unbedingt leicht zu besiegen sein."
„Wirklich toll", motzte Buffy. „Könnte nicht zur Abwechslung mal ein Dämon leicht zu töten sein?"
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„Nett das du doch noch kommst", fauchte Buffy den Vampir an, der gerade gut gelaunt zur Tür herein kam.
„Du hast wirklich Ähnlichkeit mit Carrie", grinste Spike fies. „Die kann genauso gut rum zicken wie du."
„Danke! Jetzt werde ich auch noch mit einer bescheuerten Seriendarstellerin verglichen", motzte Buffy aufgebracht und funkelte den Vampir wütend an.
„Ähm… Ich denke es wäre eine gute Idee, wenn wir jetzt aufbrechen", versuchte Giles die beiden Streitenden zu beruhigen.
„Allerdings", sprang Willow ihm beipflichtend bei. „Wir haben lange genug gewartet."
Der Vampir schaute die Jägerin höhnisch an. „Sogar deine Freunde halten dich für zickig", zischte er ihr leise ins Ohr und verließ mit wehendem Mantel den Verkaufsraum.
„Buffy, nicht", legte der Wächter seine Hand bremsend auf ihre Schulter. „Wir haben jetzt Wichtigeres zu tun."
„Okay! Aber danach ist er Staub", giftete sie, griff nach dem Breitschwert, das sie sich für heute als Waffe ausgesucht hatte und folgte dem Vampir auf die Straße.
„Das kann ja wieder lustig werden", flüsterte Willow Xander leise zu. „Das die Beiden auch immer streiten müssen."
„So ganz Unrecht hat er nicht, Buffy kann wirklich manchmal… Was?", Xander guckte verdattert in das böse Gesicht seiner ältesten Freundin.
„Wenn du nicht schon so lange mein Freund wärst…", zischte die Hexe empört und schüttelte den Kopf. „Du würdest bestimmt einen netten Paketboten abgeben."
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„Habt ihr schon irgendeinen von euren cleveren Plänen entwickelt?", fragte Spike keine fünf Minuten später, als sie eingepfercht in Giles uralten Citroén in Richtung Hafen fuhren.
„Wir wissen, dass sie sich alle in dieser Hütte aufhalten", erklärte der Wächter und zuckte mit den Schultern. „Was sie vorhaben, wissen wir leider nicht."
„Wenn sie dann noch in der Hütte sind", schimpfte Buffy böse und starrte böse aus dem Fenster. „Wir mussten ja auf
dich warten!"„Warum?", Spike legte den Kopf schief und grinste fies. „Ihr hättet euch auch alleine trauen können."
„Können wir dieses Gezanke bitte jetzt mal unterbrechen", warf Giles genervt ein. „Wir sind sofort da."
„Wer zankt denn hier?", fragten Buffy und Spike gleichzeitig, sahen sich kurz an und der Vampir grinste belustigt, als die Jägerin ihr Gesicht verzog.
Der Wächter parkte den Wagen am Straßenrand und zusammen gingen sie die letzten Meter bis ins Hafenviertel.
„In der schäbigen Hütte halten die Fayon sich auf?", fragte der Vampir und blickte Einen nach dem Anderen an. „Die haben wirklich keinen Stolz."
„Nicht jeder hat so eine wunderschöne Gruft wie du", erwiderte Buffy hinterhältig und schaute über den großen Müllcontainer, hinter dem sie sich alle versteckten.
„Ihr bleibt hier, ich gucke mir das mal aus der Nähe an", bestimmte der Vampir und schlich, ohne auf eine Antwort zu warten, auf die Baracke zu.
„Was soll jetzt der Scheiß", fluchte Buffy und eilte ihm geduckt hinterher.
Spike hatte seinen Dämon an die Oberfläche treten lassen und schaute gerade vorsichtig durch das kleine verdreckte Fenster, als die Jägerin bei ihm ankam.
Er blickte sie an, zeigte dann mit den Fingern fünf an und sah sie als Bestätigung nicken.
„Dann sind alle da", flüsterte er so leise das Buffy ihn kaum verstehen konnte. „Du kannst doch schnell laufen, oder?"
„Was soll die Frage jetzt", raunte sie leise zurück und schüttelte genervt den Kopf.
Spikes gelbe Augen leuchteten vergnügt auf und er zog zwei Handgranaten aus seiner Manteltasche. „Dann lauf schon mal los", grinste er und zog die Sicherheitsstifte heraus.
Drei Sekunden später explodierte die Hütte und Buffy und Spike wurden von der starken Druckwelle von den Füßen gerissen. Fast gleichzeitig standen sie wieder auf, wischten sich den Dreck von der Kleidung und sahen auf die sie zueilenden Freunde.
„Kann mich bitte jemand am Friedhof absetzen?", fragte der Vampir scheinbar gelangweilt und grinste in die erschrockenen Gesichter der Kampfgefährten. „Wenn wir schnell genug sind, kann ich noch Star Trek sehen."
„Du hast sie echt nicht alle", schrie Buffy böse. „Was sollte der Scheiß denn?"
„Man muss eben Prioritäten setzten", grinste Spike listig und ging mit großen Schritten auf Giles klapprigen Citroén zu.
Ende